20.02.2012

Frau Schadt und Herr Gauck

Die neue First Lady von Schloss Bellevue

Herr Gauck ist noch nicht geschieden, nein, er führt eine Fernbeziehung zu Daniela Schadt, einer 52 jährigen Journalistin aus Nürnberg. Die gebürtige Hessin arbeitet bei der Nürnberger Zeitung im Ressort Politik. Sie fährt gerne Fahrrad, liest gerne, hat keine Kinder und kennt Herrn Gauck seit 10 Jahren.


Ob er Frau Schadt heiraten wird, weiß er noch nicht. Eine schnelle Heirat kann es nicht geben, aber vielleicht eine spätere. So stand es heute zu lesen. Aber ob das alles stimmt, was man so liest?


Nun wird sie sich umstellen müssen. Sie wird die First Lady werden. Sie ist anders als Tatoo-Betty, die immer Aufmerksamkeit wollte (..und brauchte wie Nahrung- die ihr auch alle bereitwilig gaben, in deutscher Blödheit).

Wir können uns beruhigt zurücklehnen. Sie braucht wahrscheinlich keine Luxusgarderobe, sie will wahrscheinlich nicht so gewaltig im Mittelpunkt stehen. Sie hat Germanistik studiert UND abgeschlossen.Sie arbeitet und verdient sich ihr Geld selbst. Es wird keine Bargeldübergaben am Sylter Strand geben. Dafür könnte ich jetzt schon fast bürgen.


Es gauckt im ganzen Land. Die ersten Anti-Gauckgrupppen haben sich gebildet. Einige munkeln, Gauck soll ein IM (inoffizieller Mitarbeiter) der Stasi, also ein Denzunziant gewesen sein. Gauck solle aber auch ein starker Bundespräsident neben der Kanzlerin werden.

Angeblich soll auch Christian Wulff zum Schluss auch ein starker Präsident gewesen sein, nur dass niemand draußen es bemerkt hatte, weil darüber niemand berichten sollte. Bilderbergerin Merkel dürfte ordentlich aufgeschreckt gewesen sein, als sich der Wulff im Schafspelz letztes Frühjahr zum ersten Mal offenbarte  und von einem Tag auf den anderen – für alle überraschend – zum erbitterten Widersacher des ESM –Vertrags geworden war.


Wie wird sich Gauck zum ESM stellen? Wir werden sehen. Gauck hat Sarrazin mutig genannt und darüber sind einige erbost. Der Islam gehört eben doch zu Deutschland und der Integrationsgedanke war das, was an Wulff das Gute war.Oder hat er nur die Gunst der Stunde (für sich)genutzt (er hatte sonst nichts, was er verwenden konnte)?

Hat es ihn wirklich interessiert, ihn den nach Emporgekommenen? Die gleichen Bildungschancen, die sozialen Nöte und die Migranten? Es fällt mir schwer zu glauben. Gerne würde ich ihn mitnehmen in die Migrantenghettos, die ich kenne wie meine Westentasche(so sagt man doch, oder?).

Das hörten wir nämlich gestern immer wieder. Als wolle man sich für Wulff entschuldigen.(Ja man wollte sich dafür entschuldigen. Das ist eine deutsche Unart).


Die Linken sind seine Feinde. Sie haben ihn schon einige Male boykottiert. Aber das ergibt sich aus seiner Geschichte als Leiter der Gauck- Behörde.


Die Geschichten, die von Gaucks Sohn Christian erzählt werden, dem Orthopäden, der sich beschwerte, dass Gauck immer anderen half, in den Westen zu kommen, aber nie den eigenen Söhnen...die gehören zum Leben und zur Verbissenheit eines Kämpfers..


Sie sprechen nicht unbedingt gegen ihn. Gauck wollte nie zum Establishment gehören. Er hat genug Freunde. Er braucht keine neuen. Er ist auch nicht käuflich. Das ist eine gute Voraussetzung.(Also sucht ihn nicht am Sylter Badestrand).


Wulff wurde zum  Hassobjekt, weil er perfekt den angepaßten BRD-Bürger repräsentierte. Wulff war ein langweiliger Klon des BRD- Establisments und deshalb auch so verhasst. Denn die Medien, die am Werke waren, sahen sich selbst in ihm. Es war der deutsche Selbsthass, der politischen Klasse, den er den Medien spiegelte und den zerschlugen wir.(Wir zerschlugen letztendlich uns selbst, oder?)

Das kann uns mit Gauck eher weniger passieren,auch wenn hier bereits die ewigen Nörgler wieder anfangen.(Eigentlich unerträglich, dass wir in Deutschland nie etwas mögen können. Braucht das Land eine kollektive Therapie?)


Frau Schadt wird wohl eher mit ihrem Geist überzeugen als mit ihrer Garderobe. Das überzeugt uns Deutsche dann auch eher. Und sie bringt Ruhe ins Land.
Die haben wir uns verdient. Oder nicht?

Sie haben doch Ruhe verdient, liebe Leser, nicht wahr? Zumindest für kurze Zeit?








© Agnes Weidmann